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Gemeinsam sind wir stark

24/10/2019

Aarauer Nachrichten | 25.10.2019

GEMEINSAM SIND WIR STARK

 

Der Gewerbeverein weist seit Jahren eine konstante Mitgliederzahl auf. Der Vereinspräsident Markus Herzog gibt Auskunft über die Entwicklung des Vereins.

 

Markus Herzog erzählt im Interview von der Entwicklung des Vereins über die grössten Herausforderungen und Zukunftswünsche.

 

Wie hat sich der Gewerbeverein in den vergangenen Jahren entwickelt?

 

Personell betrachtet gibt es hier sicherlich zwei Punkte zu unterstreichen: Seitens der Mitglieder freut es uns, dass wir im Vergleich zu umliegenden Vereinen, seit Jahren eine konstante Mitgliederzahl aufweisen können. Seitens des Vorstandes gab es wesentlich mehr Fluktuation, denn während der letzten drei Jahre hat sich das Vorstandsgremium komplett erneuert.

 

Welches sind die Hauptaktivitäten des Gewerbevereins Hunzenschwil?

 

Mittels Informationsveranstaltungen und weiteren Anlässen, die wir organisieren, verfolgen wir das Ziel, unser Beziehungsnetzwerk zu stärken und nach Möglichkeit Symbiosen zu schaffen, respektive zu nutzen.

 

Welche Themen beschäftigen den Verein am stärksten?

 

In 1. Instanz natürlich die aktuellen Gegebenheiten in der Privatwirtschaft in der Region. Parallel dazu setzen wir uns stark dafür ein, den Verein als Ganzes voranzutreiben, das Interesse neuer Firmen zu wecken und die bestehenden Beziehungen aufrecht zu erhalten, respektive zu stärken.

 

Wie geht es dem Gewerbe in Hunzenschwil allgemein?

 

Branchenübergreifend ist es hier schwierig eine allgemeingültige Aussage zu machen.

 

Was sind die grössten Herausforderungen der näheren Zukunft?

 

Nach vorne Schreiten. Stillstand ist eine der grössten Gefahren im und ums Unternehmertum. Aktiv voranschreiten, bestehende Kontakte stärken, Gewerbetreibende für das Vereinsdasein animieren, neue Mitglieder gewinnen, ich denke an Herausforderungen wird es uns auch künftig nicht mangeln.

 

Warum ist es ein Vorteil, Mitglied im Gewerbeverein zu sein?

 

«Gemeinsam sind wir stark», dieses Motto sagt viel aus wie ich finde. Im Gewerbeverein findet sich sehr viel Know-How wieder, von welchem jedes einzelne Mitglied, branchenübergreifend profitieren kann. Zudem stehen wir in engem Kontakt mit den Gemeinden, was sich sehr positiv auf den Informationsfluss zwischen Privatwirtschaft und Behörde auswirkt.

 

Was wollen Sie den Mitgliedern des Vereins mitteilen?

 

Allen bestehenden Mitgliedern möchte ich nahelegen, dass sie sich jederzeit selber miteinbringen sollen. Neue Ideen, Vorschläge und alles was einem sonst noch auf dem Herzen liegt, findet bei uns Gehör.Allen künftigen Mitgliedern wollen wir mitgeben: Wir bieten interessante Themen, neue Perspektiven und ein «harmonisches Miteinander», ihr seid herzlich willkommen!

 

Wofür setzen Sie sich als Präsident speziell ein? Welche Projekte wollen Sie verwirklichen?

 

Im Bereich künftiger Realisierungen, steht aktuell das Projekt «GO FOR WORK / Kreisschule Lotten» eine Initiative vom Gemeindeverband «Lebensraum Lenzburg Seetal» in Zusammenarbeit mit den regionalen Schulen, an oberster Stelle meiner Prioritätenliste. Dieses bietet Jugendlichen die Möglichkeit einen Einblick in die bevorstehende Berufswelt zu erhalten. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Seite «lebensraumls.ch». Im Allgemeinen in meiner Funktion als Vereinspräsident setze ich mich dafür ein, dass die Kommunikation innerhalb des Gewerbevereins, keine Einbahnstrasse darstellt. Ich als Präsident, wir als Vorstand, legen vor, sind aber jederzeit froh und offen für Vorschläge unserer Vereinsmitglieder und sind bemüht, allen Interessen gerecht zu werden.

 

Haben Sie ein persönliches Motto?

 

Von einem Wissenspool kann sogar ein «Nicht-Schwimmer» profitieren.

 

Und wie lange sind Sie schon Präsident des Gewerbevereins Hunzenschwil?

 

Im April 2018 habe ich Rolf Germann nach seiner 44-jährigen Amtszeit als Präsident des Gewerbevereins abgelöst.

 

Wo sehen Sie den Verein in fünf Jahren?

 

Ich bin kein Freund von langjährigen Prognosen, da diese in den seltensten Fällen eintreten. Was ich aber mit Bestimmtheit sagen kann ist, dass wir vom Vorstand viel daran setzen werden unsere bestehenden Standards aufrecht zu erhalten und uns weiterzuentwickeln. Wenn die Konsequenz aus diesem Engagement, eine kontinuierliche Steigerung der Mitgliederzahl in den nächsten fünf Jahren mit sich zieht, können wir sicherlich zufrieden sein.

 

Fragen: chb

Quelle: Aarauer Nachrichten vom 25.10.2019

01/05/2018

Der Aargau hat die Steuern erhöht 

GEWERBEVERBAND FORDERT KORREKTUR

 

Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) hat die kantonalen Volksabstimmungen „Optimierung Aufgabenteilung Kanton – Gemeinden und Neuordnung des Finanzausgleichs zwischen den Gemeinden“ vom 12. Februar 2017 zur Ablehnung empfohlen. Der AGV hat aufgrund des sogenannten Steuerfussabtausches vor einer Steuererhöhung gewarnt. Die Vereinigung der Gemeindeammänner sowie diverse Politiker haben daraufhin den AGV heftig attackiert. Die Befürchtungen sind aber eingetroffen: 90 von 212 Gemeinden, also 42.5 Prozent, haben die Steuern letztes Jahr erhöht. Das Präsidium des AGV fordert daher die Wiederherstellung des letztjährigen Steuerniveaus und fordert den Grossen Rat auf, eine Reduktion des kantonalen Steuerfusses um 1 bis 2 Prozentpunkte vorzunehmen.

 

Die Vorlagen haben vorgesehen, dass CHF 40 Millionen an zusätzlichen Kosten von den Gemeinden zum Kanton hin verschoben werden. Ein sogenannter Steuerfussabtausch sollte die vorgesehene Lastenverschiebung ausgleichen. Um die Erhöhung des kantonalen Steuerfuss um 3 Prozentpunkte auszugleichen und die Gesamtsteuerbelastung unverändert zu lassen, sollten im Gegenzug die kommunalen Steuerfüsse um 3 Prozentpunkte gesenkt werden.

 

Steuerfussabtausch führt zu Steuererhöhungen

Was in der Theorie durchaus plausibel erschien, hat in der Praxis, wie vorausgesagt, nicht funktioniert. Der Aargauische Gewerbeverband (AGV) hat vor den Abstimmungen davor gewarnt, dass eine Vielzahl der entlasteten Gemeinden den Steuerfuss nicht im selben Umfang oder gar nicht senken würden und damit eine "kalte Steuererhöhung" stattfinde. Es hat sich bewahrheitet, dass die gesetzliche Verpflichtung für die Gemeindeexekutiven, eine allfällige Abweichung von dieser Zielvorgabe transparent zu machen und gegenüber den Stimmberechtigten als Steuererhöhung zu deklarieren, das psychologische Moment des gleichbleibenden oder sogar sinkenden (aber nicht im eigentlichen Ausmass) Steuerfusses nicht hat wettmachen können.

 

Viele Gemeinden haben Gelegenheit für „kalte Steuererhöhung“ genutzt

Die Gemeindeammännervereinigung und einzelne Politiker haben den AGV für diese Einschätzung öffentlich harsch kritisiert. Sie stellten eine „kalte Steuererhöhung“ vehement in Abrede. Im Abstimmungskampf haben die Befürworter versprochen, dass die Gesamtsteuerbelastung gleich bleibe. Allerdings kam es nun, wie es kommen musste: 90 von 212 Gemeinden, also 42.5 Prozent, haben die Steuern letztes Jahr erhöht. Im Durchschnitt hat also die Steuerbelastung für natürliche Personen um rund 1.5 Prozentpunkte zugenommen. Viele Gewerbebetriebe sind als natürliche Personen organisier und schliesslich sind alle Unternehmerinnen sowie Unternehmer natürliche Personen. Das Gewerbe ist damit von dieser «kalten Steuererhöhung» betroffen.

 

Präsidium des AGV fordert Steuerfusssenkung um 1 bis 2 Prozent

Um die Gesamtsteuerbelastung wieder auf das letztjährige Niveau zu reduzieren, muss der kantonale Steuerfuss um 1 bis 2 Prozent gesenkt werden. Das Präsidium des AGV fordert den Grossen Rat auf, anlässlich der nächsten Budgetberatungen diesen Schritt bei der Festlegung des Steuerfusses zu vollziehen. Zu betonen ist, dass das Präsidium des AGV keine Steuersenkung verlangt, sondern lediglich die Wiederherstellung des letztjährigen Steuerniveaus.

Quelle: AGV Medienmitteilung vom 06.06.2018

01/05/2018

Dieser Senior von Auto Germann war ein Vorzeige-Gewerbler

Autohändler Rolf Germann präsidierte 44 Jahre lang den örtlichen Gewerbeverein. Er erinnert sich noch gut an die schwierige Zeit 1974 in seinen Anfängen als junger Vereinspräsident und als Unternehmer.

Der Ölpreisschock in den Siebzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts hatte die Schweiz in eine tiefgreifende Rezession gestürzt, an deren Folgen das Gewerbe schwer trug. Auch in Hunzenschwil.

Autohändler Rolf Germann hätte mit seinem Familienbetrieb eigentlich genug Sorgen gehabt, als man ihm 1974 das Präsidium für den Gewerbeverein Hunzenschwil antrug. 25 Mitglieder hatte der Verein damals. «Aktuell sind es deren 67 mit viel Potenzial nach oben», sagt Germann. Die Autobahnnähe habe die Ansiedlung von Gewerbe im Dorf begünstigt.

Rolf Germann sagte zu und wurde Präsident des örtlichen Gewerbevereins. Und blieb es 44 Jahre lang – bis jetzt. An der letzten Generalversammlung hat er das Amt an Markus Herzog, Betriebsleiter von Energie Hunzenschwil, übergeben. Im Gegenzug wurde Germann zum Ehrenmitglied ernannt. So komme er dem Gewerbeverein nicht ganz abhanden, schrieb der neue Präsident in einer Mitteilung. Bereits zum 40-Jährigen, vor vier Jahren, hatte es eine schöne Urkunde gegeben vom örtlichen Gewerbeverein und vom Kantonalen Gewerbeverein sogar einen AGV-Hammer für besondere Verdienste. Darauf ist der 79-jährige Rolf Germann stolz. «Mit diesem Hammer wird nicht gehämmert», sagt er bestimmt.

Ungeheurer Preiskampf

Rolf Germann erinnert sich noch gut an die schwierige Zeit 1974 in seinen Anfängen als junger Vereinspräsident und als Unternehmer. Den Familienbetrieb, eine Autogarage, habe es gleich mehrfach getroffen, erzählt er. «Damals war das Benzin kontingentiert, ein Liter kostete 1.80 Franken. Viele Leute liessen ihr Auto lieber in der Garage stehen.» Das war nicht gut fürs Geschäft, der Werkstatt gingen die Aufträge fast aus. Rolf Germann weiss noch gut, wie es damals zu und herging: «Es herrschte ein unglaublicher Preiskampf, zeitweise haben wir nicht einmal mehr kostendeckend gearbeitet, um über die Runden zu kommen.» Über die Runden kommen hiess, für das in 2. Generation geführte Familienunternehmen Garage Germann damals, jeden Monat die Löhne für rund 60 Mitarbeitende bezahlen zu können.

Heute werden 50 Leute beschäftigt, die Firma nennt sich Auto Germann AG, Chef ist seit einiger Zeit Sohn Patrick. Der Vater fehlt jedoch kaum einen Tag im Betrieb.

Zum Gespräch hat Rolf Germann ins kürzlich renovierte hauseigene Café «Da Molen» geladen im ersten Stock des Autocenters am Dorfrand von Hunzenschwil. Das holländisch-portugiesische Pächterpaar serviert Spezialitäten aus seiner Heimat. Das Café ist öffentlich zugänglich. Nur wüssten es die wenigsten Leute, bedauert Unternehmer Germann.

Online kein Ersatz für Gwärbi

Dass es in Hunzenschwil einen Gewerbeverein gibt, geht auf das Jahr 1967 zurück. «Initiant war Möbelhändler Dölf Märki», weiss Germann. Die ersten Jahre hatte Märki den Verein gleich selber präsidiert. Germann war der dritte Mann an der Vereinsspitze.

Nein, die Vereinsarbeit sei ihm in all den Jahren nie zuviel geworden, versichert Rolf Germann beim Kaffee. «Der Gewerbeverein war halt ein wenig mein Baby», erklärt er und schmunzelt. Ausserdem habe er stets auf zuverlässige Vorstandsmitglieder zählen können, so sei der zusätzliche Aufwand bewältigbar geblieben. Germann verhehlt jedoch nicht, dass er ab und zu schon ans Aufhören dachte, doch habe sich nie ein anderer vorgedrängt, der das Präsidium übernehmen wollte, sagt er lachend. Germanns «OK, dann mach ich es halt noch ein Jahr», wenn kein Nachfolger in Sicht war, ist im Verlaufe der Jahre fast ein Kultsatz geworden im Gewerbeverein Hunzenschwil.

Das Gewerbe im Dorf muss aus den Betrieben herauskommen und sich zeigen. So gehören Ausstellungen für Senior-Unternehmer Germann unbedingt in die Agenda eines Gewerbevereins. Es müsse jedoch nicht in regelmässigen Abständen geschehen, sagt er. Dabei ist er stolz, dass Hunzenschwil zusammen mit Nachbar Schafisheim vor drei Jahren eine gemeinsame Gwärbi auf die Beine stellen konnte. Nach einer längeren Durststrecke notabene, doch allen Online-Einkaufsmöglichkeiten zum Trotz.

Was das Autogewerbe anbelangt, ist Germann überzeugt, dass die Konkurrenz der elektronischen Plattform eher eine positive Herausforderung ist fürs Geschäft. «Die Kunden sind viel besser informiert als früher. Unsere Verkäufer müssen fit sein», sagt er. Hingegen kaufe kaum einer sein Auto von der «elektronischen Stange». Geht es nämlich um den Kaufentscheid, so weiss der Autohändler aus Erfahrung: «Ein Auto will gestreichelt und gefahren werden, bevor man es kauft».

Quelle: AZ Artikel vom 02. Mai 2018

23/09/2017

50 Jahre Gewerbeverein Hunzenschwil

Im Rahmen einer Tagesexkursion auf dem Vierwaldstättersee-Dampfschiff "URI", haben die Vereinsmitglieder am 24. September 2017 diesen historischen Moment bei gemütlichem Beisammensein gebührend gefeiert.

Der Gewer­be­verein Hunzen­schwil (GVH) wurde am 28. No­vem­ber 1967 zwecks För­der­ung der In­te­ress­en des lo­kalen Ge­wer­bes ge­grün­det. 30 Per­so­nen tru­gen sich da­mals in der Prä­senz­liste als Gründ­ungs­mit­glie­der ein. Der 1. Prä­si­dent war Dölf Märki (Möbel Märki) der sein Amt 1969 Gottfried Käser (Ge­flügel­farm) über­gab. Im Jahre 1974 übernahm Rolf Germann (Auto Germann AG) das Prä­si­dium und hielt dieses beeindruckende 44 Jahre lang inne. An der Generalversammlung vom 18. April 2018 wurde Markus Herzog einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

 

Der Ge­werbe­verein Hunzen­schwil zählt heute 66 Aktiv­mit­glie­der und 2 Ehren­mit­glie­der aus ver­schie­dens­ten Bran­chen.

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